Suche

inerlime

Gedanken rund ums Leben – für mich und Dich und überhaupt

Agrimony – die Maske

Beginnen wir mit einer ganz besonderen Bach Blüte: Agrimony – auch bekannt unter der Bezeichnung „Die Maske“ oder „Die Wahrheitsblüte“.

Unsichtbarer Satz:
„Bitte kratz nicht an meiner Fassade, ich könnte das Dahinter nicht ertragen“

Menschen, die Agrimony (Odermennig) benötigen, tragen eine Maske und zeigen nicht, wie es wirklich im Inneren aussieht. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein, doch sie haben alle eines gemeinsam – die tiefe Angst vor Konflikt.
Agrimony tut alles, um den Schein der Harmonie zu wahren. Auf die direkte Frage „Na, wie gehts?“ folgt ein „Prima!“, “ Top!“, „Klasse!“, „Gut, wie immer!“, „Alles Bestens!“ Wie es im Innen aussieht, geht niemanden etwas an. Nun hat das Leben nicht nur Sonnenseiten und schon gar nicht für Agrimony-Menschen, denn zu der großen Angst vor Konflikten und Konfrontation gesellt sich hohe Empfindsamkeit. Kränkungen und Verletzungen werden nicht ausgesprochen, sondern unter den Teppich gekehrt. Bloß kein Streit!

Eine Weile mag das gut gehen und wie das so ist mit den Dingen, die man ins Dunkle schieben möchte … irgendwann drängen sie ans Licht, sie wollen erlöst erden. Doch da lauert die Konfliktangst. Wohin also mit den Gefühlen? Agrimony gerät zunehmend unter inneren Druck und Anspannung . Um (auch) das nicht zu fühlen, ist sie viel unterwegs, auf Partys, unter Leuten, gerne in eher oberflächlichem Miteinander, denn das garantiert scheinbare Sicherheit und lenkt ab von all den drängenden Gefühlen und Gedanken. Sie sitzt kaum noch still und muss immer was vorhaben, was tun, in Bewegung bleiben. Das strengt an. Die innere Zerrissenheit wächst.

Getriebenes Unterwegssein, Anspannung, Unruhe, Nägel kauen, Verspannungen, Einschlafprobleme – all das können erste Hinweise auf Agrimony sein. Um das in den Griff zu bekommen, greift Agrimony auch gerne zu Alkohol oder Beruhigungsmitteln – Hauptsache, nichts spüren, denn das würde die Angst wieder hoch holen.

So können Jahre vergehen und mit der Zeit vergisst Agrimony, worum es ursprünglich ging. Die Folge ist zu einem Alltagszustand geworden und Agrimony richtet sich ein Leben an der Oberfläche, einen Tanz auf dem Eis ein. Meist verleugnet sie die Veränderungen (unbewusst) auch vor sich selber, denn dazu zu stehen würde bedeuten, es ist real – hier stimmt was nicht. Und zwar gewaltig. Also – Deckel drauf.

Die Bach Blüte Agrimony hilft, zu spüren, was im Inneren wirklich ist und weckt den Wunsch, das nach Außen zu zeigen. Es auszusprechen. Es endlich zu sagen. Die Wahrheit auszusprechen und authentisch zu werden. Darin liegt ein unfassbares Gefühl der Befreiung, als wenn man endlich einen schweren Ballast abwerfen kann. Mit jedem ausgesprochenen Wort der Wahrheit fühlt man sich leichter und beginnt zu erleben, was innerer Frieden wirklich bedeutet. Die Maske hat ausgedient. Man wird eins mit sich selbst, wird echt, der Druck fällt ab, es ist alles gesagt.

Dass eine solche Verwandlung nicht ohne Emotionen verläuft, dürfte klar sein. Doch mit einem mal dürfen die Tränen laufen, Wut und Entäuschung finden Worte. All das wird von dem teilweise Jahrelang anderes gewohnte Umfeld wie z.B. der Familie nicht immer gerne gehört. Deshalb liest man in manchen Fachbüchern, dass man bei der Gabe der Bach Blüte Agrimony immer auch Walnut* hinzufügen sollte. Walnut hilft, die Reaktionen des Umfeldes außen besser zu verarbeiten und dem neuen, heilsamen Weg treu zu bleiben.

Bevor man aber jetzt hin geht und sagt – na, kein Problem, jetzt brauchts ja nur Agrimony – der beachte:

Es gibt viele Ursachen dafür, warum ein Menschen etwas verdrängt und neben einer „schlichten“ Angst vor Konflikt können auch schwerwiegende Erlebnisse wie z.B. ein Trauma in der Vergangenheit in den Verdrängungsmechanismus geführt haben. Verdrängung ist nicht per se schlecht oder ungesund. Manchmal schützt sie auch vor Schlimmerem. Und auch das kann mit der Bach Blüte Agrimony wieder zum Vorschein kommen. Deshalb gilt immer erst zu schauen, worum es geht – und bei Bedarf Unterstützung von Außen, wie z.B. therapeutischer Hilfe in Anspruch zu nehmen.

*Ausführliche Beschreibung folgt

Werbeanzeigen

Und dann gibts da noch Sam Perry

#grandios

Wieder ein Abend


in dem ich verloren gehe
und denke es wird nie anders
und draußen ist es dunkel

Wieder ein Abend
in dem die Angst hochkriecht
dass es das gewesen sein könnte mit dem Leben
bald in ein paar Jahren
und ich meinen Platz nicht gefunden habe

Wieder ein Abend an dem ich denke
es ist Zeit die Beziehung zu beenden
und diesmal habe ich es getan
und sitze trotzdem hier
mit dem Gefühl der Leere und
und nun wird es noch einsamer

Wieder ein Abend mit schmerzender Seele
und dem Gedanken was wäre wenn es egal wäre
was wäre und die innerer Leere auf ewig sein würde
Und ich denke nein bloß nicht
das ist der Alptraum in Dosen
Und ich frag mich nochmal wie andere das machen
dass sie gefüllt und genährt im Leben wandeln

Wieder ein Abend und die Trauer klopft an
Und sagt ich war die ganze Zeit da
Und es ist so du bist nur kurz hier und dann wieder weg
und dann warst du auch schon und so ist das Leben
und ich sage ich will das nicht
ich möchte bleiben und wurzeln
und wachsen und atmen und blühen
und freuen und all das und sie sagt dann macht das
nur wie – so allein im All

Die 7 Gruppen

Von Beginn an war Edward Bach wichtig, dass jeder die Blüten zuhause einfach anwenden kann. Wenn man die 38 Blüten anschaut, fühlt man sich anfangs schnell überfordert. Manche Blütenbeschreibungen ähneln sich. Und was genau ist es – bin ich unsicher oder habe ich Angst? Mit der Zeit erkennt  man die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten. Und meist ist es hilfreich, ein paar Blüten zu kombinieren.

Um die Auswahl zu erleichtern, unterteilte Dr. Bach die Blüten in sieben Gruppen. Das war eine gute Idee. So wurde die Auswahl auch für Anfänger einfach 🙂

Die 7 Gruppen*

Für jene, die Angst haben

  • Rock Rose
  • Mimulus
  • Cherry Plum
  • Aspen
  • Red Chestnut

Für jene, die an Unsicherheit leiden

  • Cerato
  • Sklerantus
  • Gentian
  • Gorse
  • Hornbeam
  • Wild Oat

Bei ungenügendem Interesse an der Gegenwart

  • Clematis
  • Honeysuckle
  • Wild Rose
  • Olive
  • White Chestnut
  • Mustard
  • Chestnut Bud

Einsamkeit

  • Water Violet
  • Impatiens
  • Heather

Bei Überempfänglichkeit gegenüber Einflüssen und Vorstellungen

  • Agrimony
  • Centaury
  • Walnut
  • Holly

Bei Mutlosigkeit oder Verzweiflung

  • Larch
  • Pine
  • Elm
  • Sweet Chestnut
  • Star of Betlehem
  • Willow
  • Oak
  • Crab Apple

Bei übermäßiger Sorge um das Wohlergehen anderer

  • Chicory
  • Vervain
  • Vine
  • Beech
  • Rock Water

Ich kann nun als erstes schauen, welches Gefühl mich aktuell am meisten belastet.

Angst? Unsicherheit? Einsamkeit? Nehmen wir das Beispiel Angst. In der Gruppe „Für jene, die Angst haben“ gibt es fünf Blüten für Ängste. Nun brauche ich nur noch zu schauen, welche Beschreibung darin meiner Angst aktuell am ehesten entspricht.

Rock Rose* z.B. ist ein sehr starke, panische Angst.  Sie kann fast lähmend sein, man kann nicht mehr denken, der Kopf ist wie Watte, es geht bis hin zu Todesangst. Eine solche Angst geht z.B. einher mit einer schlimmen Nachricht. Es ist eine extreme Angst vor, in oder nach einem schlimmen Ereignis.

Die Angst bei Mimulus* im Vergleich dazu ist leicht bis sehr stark – und man kann klar benennen, wovor man Angst hat: z.B. vor dem Zahnarzt, Flugangst, vor einer Prüfung etc.. Mimulus betrifft meist eher Alltagsängste. Wobei auch die stark sein können.

Die Bach Blüte Aspen* hat einen ganz anderen Angstcharakter. Es ist eine feine, wage, unbestimmte Angst. Man kann es nicht so genau sagen, doch man erschrickt vor einem Schatten und im Dunkeln macht man schnell die Tür hinter sich zu. Es ist eine unheimliche, kaum greifbare Angst. Man fühlt sich unsicher, irgendwie ist es bedrohlich. Typisch für Aspen ist auch ein leichtes Zittern. Auch Rock Rose und Mimulus können ab einem gewissen Angstlevel zittern. Bei Aspen ist das alles diffuser…

So in der Art liest man sich nun die Beschreibungen der 5 Angstblüten durch und fühlt in sich hinein – in welcher finde ich mich aktuell am ehesten wieder? Und genau die Blüte hilft 🙂 Über die konkrete Anwendung schreibe ich im späteren Verlauf des Themas.

 

*Ausführliche Beschreibungen zu den Einzelblüten folgen …

Mir ist kalt…,

ich bin müde… und finde kein Ende.

Grüße aus dem Blaulichtfeld

Seit fünf Jahren

Eben sah ich, dass es meinen Blog bereits seit fünf Jahren gibt.
Hätt‘ ich nich gedacht.

Wo die Verlustangst wächst

Es gibt Orte, an denen meine Verlustangst besonders gedeiht. Wenn ich einen Freund begrüße und er sich in oberflächlichem Gespräch bewegt. Oder meine ältere Freundin nach einer Telefonnummer fragt, die ich ihr letzte Woche bereits gab. Die Info vom plötzlichen Tod des Vaters meines besten Freundes. Der Blick nach hinten, auf all die, die nicht mehr da sind.

Das macht mir Angst.

Um meine eigene Lebendigkeit. Und um das Sein und Werden meines sozialen Raums. Was ist morgen noch von dem, was heute war? Muss ich Halt allein in mir selber finden? Erst mich selber lieben, bevor ich jemand anderen lieben kann? In allen Ratgeben steht das Gleiche. Wer hat da vom wem zuerst abgeschrieben?

Es ist kein Widerspruch, sich selbst zu mögen und trotzdem Sehnsucht nach Verbundenheit und Halt in einer Gemeinschaft zu fühlen. Und es wird Zeit, dass das auch in Ratgebern Raum findet.

Kennt Ihr das?

Da möchte man nur mal kurz die Mails checken – und schwupps – sind drei Stunden vorbei. Da war dies noch im Web. Und das wollte man ja auch noch checken. Und Wäsche ist noch nicht gewaschen, die Küche noch nicht aufgeräumt. Aber eigentlich muss ich jetzt ins Bett. Denn morgen klingelt der Wecker. Früh.

Sowas passiert mir nicht nur einmal. Sondern öfter. Ich sehe es. Und mach trotzdem am nächsten Abend den gleichen Fehler.

Wie geht denn sowas? Obwohl man es (besser) weiß – macht man es trotzdem?!

Wie alles begann

Der Arzt Dr, Edward Bach, (1886 – 1936) war ein Pionier in vielen medizinischen Bereichen – und so auch im Bereich der Psychosomatik. Seiner Meinung entstanden körperliche Krankheiten nach aus geistig-seelischer Disharmonie.

Mit tiefem Wissen um Heilungsprozesse ausgestattet suchte er auf langen Spaziergängen Pflanzen, die seinem Gespür nach heilsam auf verschiedene geistig-seelische Zustände wirkten. Nach und nach fand er die „12 Heiler“ – zwölf grundlegende Heilmittel. Im späteren Verlauf kamen „7 Helfer“ hinzu – „gegen langandauernde Zustände, man verwendete diese Mittel, wenn die Auswahl des Heilers unklar war“. Später folgen weitere 19 Pflanzen.

So entstand in den Jahren 1930 bis 1935 ein Sammlung von 38 Pflanzen, die alle emotionalen Bereiche des Menschen abdecken – die sogenannten „Bach Blüten“.

Dr. Bach unterschied in negative und positive Gemütszustände und ging davon aus, dass jeder Mensch grundsätzlich 38 positive Gemütszustände hat. Wenn sie im Gleichgewicht sind, kann der Mensch seine Veranlagungen und Potentiale in bester Weise entfalten. Wenn einer oder mehrere Zustände in ein Ungleichgewicht kommen, entsteht der negative Seelenzustand. Hält der Zustand länger an, können nach Meinung von Edward Bach Krankheiten auf körperlicher Ebene entstehen.

Um für einen Patienten die passende Pflanze zu wählen, betrachtete Dr. Bach die Gemütsverfassung, die Reaktion auf die Krankheit. Groll, Wut, Angst, Sorge – je nachdem, welches Thema sich zeigte, wählte er das passende Pflanzenmittel und konnte beobachten, wie der Patient zur Ruhe kam, das innere Gleichgewicht wiederfand und gesund wurde.

So entwickelte der Engländer die heute weltweit bekannte Bach Blüten-Therapie. Nachdem er eine Weile Einzelmittel nutzte, kombinierte er später zunehmend wenige Mittel individuell.

Dabei entstand auch seine ganz besondere Pflanzenkombination, die es bis heute unverändert in der Apotheke als Mittel zu kaufen gibt: Die Rescue-Tropfen 🙂

 

 

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑