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Gedanken rund ums Leben – für mich und Dich und überhaupt


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Geht es wirklich abwärts?

Wird‘s im Herbst einsamer? Es ist der 28.8.2014. Ich bin 48 Jahre alt. Und ich habe das Gefühl, die Zeit des Sortierens ist vorbei. Das erschreckt mich. An alle, die sich grad fragen, was ich meine: Es ist so – in letzter Zeit mehrt sich bei mir der Gedanke, dass das Leben abwärts geht. Mit abwärts mein ich nicht, dass es schlechter wird. Ich meine damit, dass es in jungen Jahren aufwärts ging. Dann kam eine Höhe. Man könnte auch sagen, eine Anhöhe. Wie oben auf einem Berg. Wo ein Baum steht und eine Bank. Das sind die etwas älteren Jahre, die man dann hat. Man baut was auf. Heiratet. Gründet eine Familie. Vielleicht kauft man eine Wohnung oder ein Haus. Legt Geld an. Für die Kinder. Und überhaupt für später. Da ist das nicht so schlimm, das mit dem Berg und dem Abwärts. Weil, wenn Kinder da sind, geht es da irgend wie schon wieder mit denen aufwärts. Und obwohl man selber eigentlich vielleicht schon ein bisschen Richtung abwärts gehen würde, geht man durch die Kinder weiter aufwärts. Aber was ist mit den Menschen, die keine Kinder haben? Was ist mit Menschen wie – mir? Ich habe keine Kinder. Und da ist nix mit abwärts. Genau genommen hätte ich immer noch das Gefühl, es geht aufwärts. Weil ich mich selber wie 28 fühle. Aber mein Umfeld fühlt sich nicht mehr so. Meine Freunde (die ohne Kinder) werden älter. Wenn da jetzt ein Haus gekauft wird, dann nicht mit dem Gedanken – prima, wir bauen was a u f. Nein. Das fällt plötzlich das Wort Altersruhesitz. Ganz ehrlich? Da wird mir schlecht. Ich meine – ist es denn wirklich so, dass sich heutzutage mit 48 das Leben quasi dem Ende neigt? Nur weil man keine Kinder hat? Ist es denn wirklich so, dass ich mit 48 alles angelegt haben muss? Das macht mir Angst. Und ich frag mich – hey – ich fang doch grad erst an, zu leben – es kann doch nicht schon wieder zu Ende sein?!? Es gab mal ein Gedicht, das sagt sinngemäß – wer bis zum Herbst kein Haus gebaut hat, wird es danach auch nicht mehr tun. Ich schaue aus dem Fenster. Ich habe kein Haus gebaut. Und draußen fallen die ersten Blätter.

 

 

 


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Hat geklappt

Also. Nachdem Stress an allen Ecken und Enden war, ich die letzte Nacht gar nicht und die Nächte davor nur sporadisch schlafen konnte, meine Gedanken langsam einen Trampelpfad anlegten, musste was passieren. Ich also letzte Nacht raus aus dem Bett, ran an den Schreibtisch und aufgeschrieben, was mich so belastet. Konkret war das vor allem ein Konfliktthema. Dazu hab ich alles aufgelistet, was ich sagen wollte, mich aber nicht zu sagen traute. Das war dann eine ziemlich große (A5-)Karte mit ziemlich viel Text. Also die nächste Karte her, nochmal beschrieben. Weniger Text. Noch ne Karte. Weniger Text. Nochmal. Nochmal. Nochmal. Dann, ein bisschen unverhofft, hatte ich auf einmal eine Karte, wo alles passte. Das Wichtigste. Stichworte. So, dass ich davon frei eine Rede hätte halten können. Gesagt, getan. Diktiergerät an und losgelegt. So, als würde ich zu der Konfliktperson sprechen. Draufgesprochen. Beendet. Abgehört. Wow. Hammer. Ich war selbst ganz beeindruckt! Dauer? Zwei Minuten 47. Top. Das habe ich dann noch ein paar mal wiederholt. Erst dachte ich, ach, ich muss noch langsamer sprechen, mal atmen dazwischen. Pausen machen. Hab ich auch getan. Aber das verlängerte den Beitrag. Irgend wann kam ich an den Punkt – hallo? selbst wenn es vier Minuten dauert –  soviel Zeit muss sein. Dann war es soweit. Alles passte. Mir ging es besser. Ich war entlastet. Erleichtert. Beinahe zugfrieden. Mittlerweile war es sechs Uhr Morgens. Ich hundemüde. Wissend, dass es ein schwerer Tag wird. Plötzlich der Gedanke – ich werde das Gespräch nicht führen. Das so zu sortieren hatte mir so gut getan und mich so entlastet, dass ich zu der Erkenntnis kam, ich mach das mit mir ab.

Wollt ich nur mal so sagen.

 

 


5 Kommentare

Hilfeeee!!

Meine Güte. Es ist soviel. Hier und da. Auf allen Ebenen. Ärger mit dem. Entäuschung durch das. Frust wegen – ach was weiß ich. Hilfeeeee!! Was kann ich machen, wenn ich das Gefühl hab, ich bekomme das alles nicht mehr gehalten, nicht mehr hin, es haut mich aus dem Gleichgewicht. Magenschmerzen – kein Wunder. Das steht für Überforderung. JA!!! Klares Ding. Ich bin überfordert!!! Und jetzt?!?!