inerlime

Gedanken rund ums Leben – für mich und Dich und überhaupt


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Let’s Witz :)

5 von 4 Leuten haben Probleme mit Mathe!

Leben is ernst genug, ich wünsch mir was zu lachen.

Habt Ihr einen Witz für mich?

 

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Hast Du ein anderes Wort dafür?

Ich brauche Deine Hilfe. Ich suche ein Wort für „Sport“. Wenn ich „Sport“ sage oder denke, steig ich innerlich aus und rühre keinen Mucks. Im Klartext: Ich bleib auf dem Sofa.

Ich brauche ein neues Wort, das ich stattdessen für mich nutzen kann. Damit ich zu mir sagen kann – so – ich geh jetzt zum ‚hm hm hm‘. Das Wort soll für etwas stehen, was mich tiefenentspannt, meinen Zellen gut tut, meinen Kopf entspannt, mich von mal zu mal attraktiver macht.

Irgend eine Idee?


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Laufband – mein Retter

Die letzten Tage gings mir echt nicht gut. Stress im Job. Lernen bis in die Nacht und dazu die Sorge, ob das wohl alles klappt. Gestern war ich kurz davor, aufzugeben. Dann ein Telefonat mit einer Bekannten, die die Prüfung schon bestanden hat – das hat mich runter gebracht. Ein bißchen zumindest. Trotzdem hab ich gemerkt, mein Kopf dröhnt, im Brustraum irgendwie eng und das Herz – dem gings nicht gut. Hilfeeeee. Dann hab ich was gemacht, was ich schon länger im Sinn hatte. Ich bin zu einem Sportstudio gefahren und hab mich angemeldet. Ich arbeite ja quasi zu 90% geistig. Und soviel Schreckmomente, Sorge etc. Wenn ich mir dann in Erinnerung rufe, dass wir Menschen nur zwei Reaktionen kennen – Flucht oder Angriff – und beides im Job etc. nicht so einfach geht – wo geht das Adrinalin dann hin? Na? Genau? Es bleibt stecken. Und das ist nicht gut. Nicht für die Zellen. Nicht für die Seele.

Lange Rede, kurzer Sinn. Heute Mittag im Job dann „Ich bin mal eine Stunde raus“ … ab zum Sportstudio, rein in die Klamotten, aufs Laufband, schöne Steigung eingestellt und muckelige 30 Minuten in Ruhe gelaufen. Schrittgang versteht sich. Wollen ja nicht gleich übertreiben. Über das Tempo und die Steigung kann man den Puls ganz gut in Bewegung bringen. Bin schön brav im 130/140er Bereich geblieben. So, dass sich ein ganz leiser Schweißnebel auf den Rücken, die Arme, das Gesicht legen konnte. Das is das Adrinalin, was vorher in den Zellen war. Aaaahhh. Tut das gut. Befreiung für die Zellen. Die können jetzt wieder durchatmen. Ich auch. Freu mich über jedes Nebelchen. Dann cooldown für 7 Minuten. Gerät desinfiziert (braves Kind). Ab in die Umkleide. Frisch gemacht. Zurück in die Firma. Schon auf dem Weg ins Auto – ich bin ein anderer Mensch. Ich geh wie auf Wolken. Schwere Muskeln. Kopf ist leer. Herr, ich danke Dir. Das ist wunderbar. Amen.


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Es ist so lang her.

Meine Güte. Ich hab ein Problem mit dem Älter werden. Genau genommen hab ich das schon, seit ich Kind war. Ich hab ein Problem mit der Vergänglichkeit! Damit, dass die Küche, in der ich nach der Schule Mittag aß heute nicht mehr meine Küche ist, weil das Haus nicht mehr mein Haus ist weil meine Familie da nicht mehr wohnt weil meine Mutter starb weil sie krank war weil so vieles sie belastet hat und weil der Arzt sie falsch behandelt hat und weil niemand darauf geachtet hat und jetzt kann ich nicht mehr auf den Stufen unseres Vorgartens sitzen und auf die kleinen orangen Blumen schauen, die mein Vater im Winter aus den Samen gezogen hat in kleinen Kisten aus Holz und ich kann nicht mehr die Treppe in den Keller gehen, wo ich vorher immer das Licht angemacht habe, weil unter der Treppe ein Abstellraum war, der mir schreckliche Angst gemacht hat. Würde ich Alkohol trinken, würde ich sagen, jetzt ist es Zeit für ein Bier. Ich würde mit einem Öffner den Kronkorken anknicken und beides abheben und die Flasche ansetzen und denken, ne, da verschluck ich mich und würde nur einen winzigen Schluck aus der Flaschen trinken und sie beiseite stellen. Und das würde ich nur so machen, weil ich aus der Werbung weiß, wie man das so macht, denn bei uns Zuhause gab es selten Alkohol. Ab und an trank mein Vater mal ein Bier am Abend. Das war selten. Und ich weiß noch nicht mal, ob er dann nicht aus dem Glas trank. Wobei, jetzt wo ich nachdenke, kann ich mich nicht erinnern, dass er ein einziges mal Bier getrunken hat, wenn er im Abends auf dem Sofa saß. Aber ich erinner mich, dass einmal im Jahr Freunde zu Besuch kamen, kann auch der Geburtstag meiner Mutter gewesen sein, das weiß ich nicht mehr genau, und da gab es an dem Abend Salzstangen auf dem Tisch und Flips und Weißwein für die Damen und Bier für die Herren und die Herren trugen Stoffhosen und die Damen Röcke und das Haar war toupiert, also zumindest das der Damen, und die Augenbrauen waren nachgezogen jedenfalls gab es an diesen besonderen Abenden auch Bier und dazu gab es extra Biergläser, die wurden aus dem Schrank geholt und manchmal aber eher selten gab es Kullerpfirsich und was liebte ich das als Kinde, dabei zuzusehen. Meine Mutter nahm vier Gläser, bauchige, schöne, dünne, extra für Kullerpfirsiche, dann nahm sie je Glas einen Pfirsich, piekste ein paar mal mit der Gabel rein, legte ihn in das Glas und mein Vater goß das Glas mit Sekt auf … das wahr sooo cool … der Pfirsich fing an, sich zu bewegen … erst langsam, dann schneller und dann immer schön im Kreis herum. Wunderbar. Ich kann mich auch erinner, das mal probiert zu haben und ich glaube, es schmeckte vorzüglich. Lange her. Genau so lang her wie das polieren des Aschenbechers, der an einem breiten schwarzen Lederband über der Sessellehne im Wohnzimmer hing. Der wurde nie benutzt, aber es war modern. Wobei es sein kann, dass er bei solchen Festen benutzt wurde, ich kann mich erinnern, dass er ausgeleert wurde aber ich kann mich nicht erinnern, dass ihn jemand benutzt hat. Jedenfalls war er aus glänzendem Edelstahl und er wurde im Zuge des Hausputzes täglich poliert. Auch wenn er nur einmal im Jahr benutzt wurde. Falls er benutzt wurde. Das Leeren spricht dafür. Es gäbe so viel. Was ich noch sagen könnte. Ich hör jetzt mal auf.