inerlime

Gedanken rund ums Leben – für mich und Dich und überhaupt

Wie durch einen Faden

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Heute hatte ich einen schlechten Tag. Schon beim Aufwachen war ich mies drauf. Ernste Gedanken. Ärger im Job. Der Gedanke, mich den ganzen Tag in ungesundem Umfeld aufzuhalten. Zwischen Menschen, die laut und empathieresistent sind. Oh man. Aber was solls. Also – hin. Es kostet viel Kraft, immer wieder zu sich zurück zu kommen. Die Antennen einzufahren. Alles mögliche abzuspulen, was einem in den letzten 10 Jahren geholfen hat, Abstand zu halten von unfreundlichen Menschen. Man kann schon sagen, ich gebe mir Mühe. Versuche, Unfreundlichkeit durch das Ohr der Sachen anstatt des Ohres der persönlichen Wertung zu hören, Relativierung von Unfreundlichkeit mit dem Bild, dass auch mein Gegenüber seine ganz eigene Geschichte/Filter/wasweißich hat. Täglich 1 Entspannungübung vor 20 Minuten. Man kann sagen, ich bin bemüht. Aber es kostet Kraft. All das – k o s t e t  K r a f t. Und so fühl ich mich dann auch, am Abend. Dann kam ein Gruppentreffen. Probier ich zur Zeit aus. Tanz & Bewegung. Weil es gut tut. Weil es gesund ist. Weil es Stress abbaut. Doch was macht man in einer Gruppe, wenn man sich inmittem allem einsam fühlt. Ok. Da ist die Musik. Die Bewegung. Und auf einmal – wird es gut. Fühlen ist besser als denken. Es ist so nah bei einander. Alles. Alle Gefühle. Das ganze Leben. So nah, wie durch nur einen Faden getrennt sind Freude und Leid. Einsamkeit, Gemeinsamkeit. Und was entscheidet darüber, ob man das eine fühlt oder das andere? Ich glaube, es ist das Gefühl von Verbundenheit. Mit sich. Mit dem Gegenüber. Ein Gefühl von Verbundenheit. Empfinden. All das ist möglich mit der Musik. Musik ist da die Brücke. Dann ist das Lied zu Ende. Die Musik ist aus. Was geschieht. Irgendwas ist verändert. Das verbindende Fluidum – weg. Alle stehen im Raum. Wie nackt, obwohl angezogen. Wie im Konzertsaal. Wenn plötzlich das Licht angeht. Die Show ist zuende. Willkommen im realen Leben. Dass mit dem hellen Kunstlicht. Von der Decke. Und ich fühl mich allein. Inmitten dem Kunstlicht. Inmitten allem. Das ist so eine Sache. Also. Ihr seht schon. War ’n schwerer Tag heut. Gute Nacht.

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