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Gedanken rund ums Leben – für mich und Dich und überhaupt

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so fragil so fragil

Man vergisst so schnell, wie fragil das Leben ist. Die letzten Tage munter und überdreht durch die erfreulichen Geschehnisse heute unterwegs und dann – am Abend … bekam ich Magenschmerzen. Da grade bei Freunden zu Besuch, der Gedanke – hinsetzen und Ruhe wären sinnvoll. Hingesetzt, später hingelegt, Magenschmerzen aua. Dann irgendwann merk ich, mir ist nich gut, will mich zur Seite drehen, schwindelig, mir wird übel. Später beim Aufstehen – ich musste ja irgend wann mal nach Hause – Ohrensausen – Gedanke – ich fall in Ohnmacht. Übel, kalter Schweiß – an der Wand lang zum Treppenabsatz im Flur. Hinsetzen. Gedankenblitze – ich muss nach Hause, ich kann doch nicht hier übernachten, das soll weggehen, das SOLL WEGGEHEN. Ich will das nicht, Angst, Unsicherheit … keine Ahnung, wie ich es bis zum Auto schaffen soll. Glas Wasser. Fentser auf, Frischluft rein. Durchatmen. Gedanke – alles so fragil. Es ist so fragil. Das Leben ist SO FRAGIL. Nichts ist wichtig, wenn die Gesundheit wackelt. NICHTS ist so wichtig wie Gesundheit. Gesundheit ist das höchste Gut. Man sagt es so. Es ist SO WAHR. Später mit dem Auto nach Hause. Langsam. Offene Fenster. Duchlüften. Durchatmen. Inzwischen ist es besser. Nur der Magen – geht so. Schrecken bleibt. Es ist so fragil. Es ist SO FRAGIL.


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One Moment in Time – Lebenstraum und Tränen

Also meine Lieben,

gestern war ein besonderer Tag. Ein Schritt, an den ich über 20 Jahre gedacht habe. Und immer wieder bin ich drum rum geeiert. Vielleicht hab ich mich nicht getraut. Vielleicht war ich nicht sicher. Jedenfalls dachte ich letztes Jahr über mein Leben nach. Darüber, was verloren ging. Was traurig war. Was es an Schönem gab. Und was überhaupt davon Bedeutung hat. Dann dachte ich auch an das Ende des Lebens. Und so an das Ende des Lebens denken hat relativiert. Und es kam auch der Gedanke, wenn ich das, was ich da lernen und bestehen wollte, nicht mache, dann würde ich das mit 158 Jahren auf dem Sterbebett bereuen. Es würde mir fehlen. Ich wäre nicht ganz geworden, bevor ich gehe. Ich wusste es. Ich wäre nicht ganz geworden. Das war Grund für mich, zu schauen. Mich anzumelden. Zu lernen. Dieses Jahr dann kam die schriftliche Prüfung. Hatte viel dafür getan. Alles nebem meinem Job. Neben meinem Leben. Und es sollte keiner davon wissen. Außer 2, 3 Leuten. Dann kam das Ergebnis. Um 1 Punkt verfehlt. Es hatte nicht geklappt. Eine Woche brauchte ich, um das zu verarbeiten. Ich war nicht mehr ansprechbar. So traurig war ich. Ja, ich konnte das wiederholen. Aber in meinem Lebenslauf war für immer eingraviert, dass es beim ersten mal nicht (direkt) geklappt hat. Das war ganz schwer für mich. Paralysiert saß ich auf dem Bett. Unterstützte meine Seele, so gut es ging. So so traurig. Verzagt. Total versagt. Warum hatte ich auch versucht. Warum nur. Hätte ich es doch gelassen. Dann. Nachdem ein bißchen Zeit vergangen war. Kam ein bißchen sowas wie sehen, dass es nur ein Punkt war, an dem es lag. Dass ich Lernstoff aus drei Jahren in einem halben Jahr gelernt hatte. Zuhause. Allein. Am Abend. Und nur ein Punkt fehlte. Dass das von Außen betrachtet eine ziemlich beachtliche Leistung war. Dann verging noch ein bißchen Zeit. Ich dachte an meinem Tod. Sollte ich es nochmal wagen? Es brauchte Zeit. Kraft gegen verzagtheit. Aufstand gegen Aufgeben. Und machte mich nochmal dran. Holte nochmal die Bücher raus. Fing nochmal an. 3 Monate gabs es nichts anderes.

Lernen.

Lernen

Lernen.

Anmeldung zur Prüfung. Urlaub. Strand. Allein. Zum Lernen. Dann war es soweit. Was es gab, um mir gut zu tun, zur Ruhe zu kommen, nahm ich in Anspruch. Ich war aufgeregt. Hatte Angst. Durchgeatmet. Hingegangen. Versucht, mich zu sammeln. Konzentration. „Bitte jetzt beginnen.“ Noch ein Gebet zum Himmel. Und ich begann. Nach einer Stunde fertig. Abgegeben. Raus gegangen. Durchgeatmet. Auf den Heimweg gemacht. Arbeiten gegangen. Als wär nichts gewesen. Gestern Nachmittag kam eine mail. Vom Prüfungsamt. Mir wurd übel. Draufklicken. Oder nicht. Leben muss man füllen. Draufgeklickt. Sehr geehrt… 96% richtig. BESTANDEN. Mir kamen die Tränen. Die dürfte ich nicht zeigen. War ja nicht zuhause. Bin raus. Auf die Straße. Hab geweint.

In ein paar Wochen kommt das Mündliche.
Bin zuversichtlich.