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Gedanken rund ums Leben – für mich und Dich und überhaupt

One Moment in Time – Lebenstraum und Tränen

5 Kommentare

Also meine Lieben,

gestern war ein besonderer Tag. Ein Schritt, an den ich über 20 Jahre gedacht habe. Und immer wieder bin ich drum rum geeiert. Vielleicht hab ich mich nicht getraut. Vielleicht war ich nicht sicher. Jedenfalls dachte ich letztes Jahr über mein Leben nach. Darüber, was verloren ging. Was traurig war. Was es an Schönem gab. Und was überhaupt davon Bedeutung hat. Dann dachte ich auch an das Ende des Lebens. Und so an das Ende des Lebens denken hat relativiert. Und es kam auch der Gedanke, wenn ich das, was ich da lernen und bestehen wollte, nicht mache, dann würde ich das mit 158 Jahren auf dem Sterbebett bereuen. Es würde mir fehlen. Ich wäre nicht ganz geworden, bevor ich gehe. Ich wusste es. Ich wäre nicht ganz geworden. Das war Grund für mich, zu schauen. Mich anzumelden. Zu lernen. Dieses Jahr dann kam die schriftliche Prüfung. Hatte viel dafür getan. Alles nebem meinem Job. Neben meinem Leben. Und es sollte keiner davon wissen. Außer 2, 3 Leuten. Dann kam das Ergebnis. Um 1 Punkt verfehlt. Es hatte nicht geklappt. Eine Woche brauchte ich, um das zu verarbeiten. Ich war nicht mehr ansprechbar. So traurig war ich. Ja, ich konnte das wiederholen. Aber in meinem Lebenslauf war für immer eingraviert, dass es beim ersten mal nicht (direkt) geklappt hat. Das war ganz schwer für mich. Paralysiert saß ich auf dem Bett. Unterstützte meine Seele, so gut es ging. So so traurig. Verzagt. Total versagt. Warum hatte ich auch versucht. Warum nur. Hätte ich es doch gelassen. Dann. Nachdem ein bißchen Zeit vergangen war. Kam ein bißchen sowas wie sehen, dass es nur ein Punkt war, an dem es lag. Dass ich Lernstoff aus drei Jahren in einem halben Jahr gelernt hatte. Zuhause. Allein. Am Abend. Und nur ein Punkt fehlte. Dass das von Außen betrachtet eine ziemlich beachtliche Leistung war. Dann verging noch ein bißchen Zeit. Ich dachte an meinem Tod. Sollte ich es nochmal wagen? Es brauchte Zeit. Kraft gegen verzagtheit. Aufstand gegen Aufgeben. Und machte mich nochmal dran. Holte nochmal die Bücher raus. Fing nochmal an. 3 Monate gabs es nichts anderes.

Lernen.

Lernen

Lernen.

Anmeldung zur Prüfung. Urlaub. Strand. Allein. Zum Lernen. Dann war es soweit. Was es gab, um mir gut zu tun, zur Ruhe zu kommen, nahm ich in Anspruch. Ich war aufgeregt. Hatte Angst. Durchgeatmet. Hingegangen. Versucht, mich zu sammeln. Konzentration. „Bitte jetzt beginnen.“ Noch ein Gebet zum Himmel. Und ich begann. Nach einer Stunde fertig. Abgegeben. Raus gegangen. Durchgeatmet. Auf den Heimweg gemacht. Arbeiten gegangen. Als wär nichts gewesen. Gestern Nachmittag kam eine mail. Vom Prüfungsamt. Mir wurd übel. Draufklicken. Oder nicht. Leben muss man füllen. Draufgeklickt. Sehr geehrt… 96% richtig. BESTANDEN. Mir kamen die Tränen. Die dürfte ich nicht zeigen. War ja nicht zuhause. Bin raus. Auf die Straße. Hab geweint.

In ein paar Wochen kommt das Mündliche.
Bin zuversichtlich.

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5 Kommentare zu “One Moment in Time – Lebenstraum und Tränen

  1. Um es nicht zu früh zu beschreien, warte ich noch mit „Glückwunsch“-Schreien bis nach dem Mündlichen, ja? Aber 96 %???? Hör mal, das ist ein großartiger Durchmarsch! Mir fehlen echt die Worte. Das ist supersupergut!!!
    Genieß es, feiere, lass die Welt kopfstehen! Ehrlich, ich freu mich mit dir. 😀

    Gefällt 1 Person

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