inerlime

Gedanken rund ums Leben – für mich und Dich und überhaupt

Mein größter Ruhm liegt innen

3 Kommentare

In meinem letzten Beitrag habe ich erzählt, dass ich immer dachte, Anerkennung von Außen wäre erstrebenswert. Nicht, dass ich das nun ablehnen würde. So schnell geht es wohl nicht. Aber mir wird halt klar, dass das Außen nur ein sehr unstabiles Gerüst ist. Ob jemand im Außen etwas gut findet oder nicht – wieviel Zufall ist da im Spiel. Welche Geschichte hat der andere erlebt, welche Filter liegen auf seinem Blick. Und dem soll ich mich unterordnen? Nur für ein bißchen Anerkennung? Wie viele Menschen rennen ihr ganzes Leben im Hamsterrad. Für ein tolles Haus. Ein teures Auto. Nur, damit das Außen sagt – wow. Aber was ist das? Ist das Selbstbestimmtheit? Was mache ich da mit mir? Ist das Sklaventum? Selbstgewählt? Ich möchte die Anerkennung nicht abwerten.Und glaube, das ist ein überlebenswichtiger Impuls. Von damals. Aus der Steinzeit. Wer nicht zur Herde gehörte, blieb zurück. Das wars dann. Es wundert also nicht wirklich, dass ich gemocht werden möchte. Mir Anerkennung wünsche. Doch was tue ich dafür. Wieviel von meinem Leben verkaufe ich für ein Lächeln? Für ein „Echt? Das ist ja toll!“. Für einen bewundernden Blick auf mein Haar. Meine Jeans. Meine Schuhe. Meine Haut? Bind ich mir selbst die Möhre vor. Ohne zu sehen, dass ich zum Esel werde, nur um sie zu bekommen? Was für ein wages Geschäft – das Geschäft mit der Anerkennung. Und doch läuft es überall. Jeden Tag. Schaut Euch um. Auf den Straßen. In den Medien. Und auch in den Familien. Wieviel Konkurrenz gibt es unter Geschwistern? Bis ins hohe Alter? Wozu? Warum das Ganze?

Durch und in den letzten Monaten ist in mir ein Wunsch entstanden. Der Wunsch  – gefühlt mehr wie eine Sehnsucht – meinen Willen lenken zu können. Durch die Zeit der letzten Monate habe ich erlebt, wie stark ein Wille sein kann. Wie stark mein Wille sein kann. Bei aller Freude war ich zwischendurch so k.o. Krank. Erschöpft. Überfordert. Und doch. Immer wieder neu bin ich aufgestanden. Habe mich aufgerichtet. Ausgerichtet. Meinen Blick. Mein Denken. Habe mich gegen Ablenkung entschieden. Und für das Lernen. Immer wieder neu. Das ist eine starke Kraft. Ich fühle den Wunsch, meinen Willen zu trainieren. Ich glaube, wenn man es schafft, seinen Willen zu sammeln. Auszurichten. Dann wird das zu einer großen Kraft. Zum Willen gehört auch der Gedanke. Gedanken sammeln. Zur Ruhe kommen lassen. Lenken können. Was für eine Kraft. Früher habe ich mich ab und an damit befasst. Ein bißchen trainiert. Das lag mir. Und ich denke drüber nach, was zu beginnen, was mir hilft, da mal wieder ein bißchen zu schauen. Es zu tun. Ein Anfang ist vermutlich die innere Sammlung. Meditation. Das Wort ist ja so eine Sache. Weil so viel Blabla darum gemacht wird. „Innere Sammlung“ ist mehr meins. Weil ich nichts tun muss. Nur still werden. Sinken.

Was meint Ihr dazu?

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3 Kommentare zu “Mein größter Ruhm liegt innen

  1. Dieser Beitrag spricht mich sehr an. Am Ende bist Du die Person, die wichtig ist. In Dir muss der Motor laufen, der Dich vorwärts bringt und den Fokus auf die innere Landkarte zu richten ist ein wichtiger Schritt. Fang einfach an. Meditation ist nur ein Wort – wenn das Ergebnis für Dich passt, ist es doch völlig egal, wie der Weg genannt wird 🙂
    Alles Liebe!

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    • Liebe maillegruenblatt,

      dank Dir. Das freut mich und ich freue mich auch sehr, dass Du meinem Blog folgst. Danke auch dafür. Es bedeutet mir viel, zu wissen, dass Du und die anderen meinen Zeilen lest. Das tröstet mich und macht mir Mut. Zum schreiben und leben
      Liebe Grüße
      inerlime

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