inerlime

Gedanken rund ums Leben – für mich und Dich und überhaupt

Ich mache immer wieder den gleichen Fehler

4 Kommentare

Es fällt mir schwer, mich aufzurichten. Schwer, die Wut im Bauch zu fühlen. Schwer, die Sorge zu haben, dass Ärger krank macht. Mgenschmerzen. Gedankenkreisen. Innere Dialoge wieder und wieder und wieder. Habe die letzten Nächte kaum geschlafen. Bin gereizt. Kein Wunder. Heute Selbstfürsorge praktiziert: krank gemeldet. Selbst dazu noch ein Schuldgefühl.

Aber heute, mit fast 50, denke ich –
was ist denn mehr wert als mein Befinden?
Was sollte höhere Priorität haben als mein inneres Gleichgewicht?
Was soll es nützen, mich in krankmachendem Umfeld aufzuhalten.
Wer fragt in 10 Jahren danach, ob am Tag xy ein Mitarbeiter im Job war oder nicht.

Das ist so unbedeutend. Bin ich nicht da, kommt ein anderer. Wenn ich nicht auf mich acht gebe, tut es niemand. Niemand sagt – nimm Abstand. Niemand sagt – sie haben Unrecht. Das muss ich selber tun. Und ich habs getan. Eine wirkliche Bedeutung habe ich nur für mich. Ich pfeife auf die ganzen pseudobuddhistischen Weisheiten, naja, im christliche ist es nicht viel anders – von wegen bei schlechter Behandlung auch die andere Wange hinhalten. Nein. Es geht um Erkennen. „You have to sort out“ nannte es damals eine Frau. Du musst aussortieren, welche Menschen Dir gut tun und welche nicht. Und die, die Dir schaden, rausschmeißen.

So ganz geht das vielleicht nicht immer, aber Abstand nehmen, das ist schon mal ein Anfang. Blöde, dass ich an dem Punkt so weich bin. Ich suche immer das Miteinander. Mich kann man ohne Probleme zum xten mal um den Finger wickeln. Man muss nur die richtige Möhre hinhalten. Die heißt Miteinander. Jedesmal steige ich drauf ein. Und jedes mal knallts. Weil die Möhre nur ein Ziel hat: Mich vor einen Karren zu spannen. Auf den man die gesamte Laune und Schuldzuweisung abladen kann. Leider merke ich das schlussendlich erst, wenn es wieder passiert ist.

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4 Kommentare zu “Ich mache immer wieder den gleichen Fehler

  1. Was man auch tun kann: sich Menschen suchen, die einem ähneln. Individuell die eigenen Dinge angehen, aber sich austauschen. Gemeinsam wachsen, jede/r für sich. Dann ist die falsche Möhre vielleicht weniger attraktiv.

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  2. Da sind wir schon zwei denen es so geht… immer wieder ist da Hoffnung und man öffnet sich und lässt den anderen zu nah ran und schwupp, hat man Eine sitzen… Ich verstehe dich und finde es gut und richtig, dass du mal Abstand nimmst.

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  3. Ach, das kenne ich leider auch zu gut. Du hast aber mit allem, was Du schreibst, Recht, am Ende muss man sich selbst der beste Freund sein und dafür sorgen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Und wenn es dazugehört, gewisse Dinge/Leute aus seinem Leben zu streichen, dann soll das so sein. Am Ende hat man hoffentlich nur noch richtige Möhren 😉

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