inerlime

Gedanken rund ums Leben – für mich und Dich und überhaupt

Verbunden auf beiden Seiten der Welt?

Ein Kommentar

Angeregt durch Eure Antworten auf meine Frage, ob Trauer nichts anderes als Angst vor Verlust ist, hatte ich eine Idee: Was wäre, wenn man zu Lebzeiten die Verbindung zu den Menschen auf der Erde hat und nach dem Tod die Verbindung zu den Menschen auf der Jenseitigen Seite? Verstärkt wurde die Idee, weil ich durch Zufall eine yogische Empfehlung zum Sterben las. Leider weiß ich nicht mehr wo im Web. Deshalb geb ich sie in meinen Worten wieder.

Also.

Wenn man sich im Sterbeprozess befindet, soll man zum dritten Auge oder zum Scheitel hin atmen und sich gedanklich an die verstorbenen Menschen ausrichten, die man kennt. Man soll sich emotional und gedanklich von den lebenden Hinterbleibenden lösen, man soll sie loslassen und sein Inneres ganz auf die Verstorbenen ausrichten. Diese merken das und machen sich auf, den Sterbenden nach dem Todeseintritt ‚abzuholen‘. Dass es sowas gibt, weiß ich (Unterstützung Verstorbener).

Dass man es so gezielt anleiten kann, wusste ich nicht. In der Yogaschrift wurde auch empfohlen, nachdem man entspannt durch das dritte Auge oder den Scheitel atmet, sich komplett den Verstorbenen hinwendet, soll man den Körper durch das dritte Augen verlassen. Das macht es wohl einfacher.

Nun möchte ich hier keine Anleitung zum Sterben schreiben. Im Gegenteil. Trotz meine manchmal schweren Gedanken liebe ich das Leben und bin dankbar für jeden Tag mit all diesen Wundern.

Ich gebe die Anleitung wieder, weil sie mich auf ein Bild gebracht hat, was mir Zuversicht vermittelt: Was wäre, wenn man jederzeit verwurzelt/verbunden ist? Zu Lebzeiten aus der Zeit mit der man die Leute erlebt hat, die dann gestorben sind und später mit denen, die noch leben. Und wenn man später selber gestorben ist, wieder mit denen die auf der anderen Seite „warten“?

Das würde bedeuten, man hat im Diesseits und im Jenseits allzeit eine Familie, in die man verbunden ist. Man bräuchte gar nicht mehr traurig sein, weil auf beiden Seiten die „Freunde“ warten. Und solange man lebt, freut man sich an denen, die hier sind und ist dankbar für die, die da waren. Und später, „drüben“ freut man sich, die Lieben wieder zu sehen und dort verbunden zu sein. Und kann dankbar sein für das, was man zu Lebzeiten mit Menschen gelebt hat.

Das wäre doch eine tröstliche Vorstellung, oder?

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Ein Kommentar zu “Verbunden auf beiden Seiten der Welt?

  1. Die Geburt in diese Welt ist ein Sterben in der jenseitigen Welt; das Sterben in dieser Welt eine Geburt in die jenseitige Welt.
    Nicht meine Erkenntnis, die Quelle ist irgendwo in der westlichen Mysterientradition zu finden, die zugegeben groß ist.
    Liebe Grüße
    Christiane

    Gefällt 1 Person

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